GuruGeri
That's my life ...

GuruGeri, the traveler, in the media

I am not interested to promote my travel in the public, except the planned book "Good news - Bad news: the world of food and farming" as my heritage and gift when I will retire from my job and travel. 

But sometimes the media does recognize my travel. those articles are found here:


Spiegel Online from 26th Sept. 2020: Nahweh: 2020 Nienwohlder Moor statt Niger

Von: Gerold Rahmann <gerold.rahmann@gmx.de>

Datum: 13. September 2020 um 09:00:33 MESZ

An: reise@spiegel.de

Betreff: Urlaub im Coronasommer 2020

Liebe Leute vom Spiegel,

da werdet ihr sicher eine Vielzahl von Antworten bekommen. Vielleicht bin ich der Erste :-). Folgendes kann ich schreiben:

Nahweh : 2020 Nienwohlder Moor statt Niger

 Ich würde mich als Vielreisenden bezeichnen. Jahrzehnte war ich jedes Jahr beruflich oder privat in 30 bis 40 Ländern der Erde unterwegs. Beruflich ging es als Agrarwissenschaftler um weltweite Netzwerke, Wissen sammeln und Austausch, privat um mein Ziel, alle Länder dieser Erde einmal besucht zu haben und bis zur Rente in ein paar Jahren die Welt der Landwirtschaft aus der Sicht eines „Bauern“ vor allem bebildert in einem Buch zu veröffentlichen (http://www.gerold-rahmann.de/Traveller/World-of-Food-and-Farming/). Bislang habe ich 167 Länder bereist, dafür über 10 Jahre im Ausland und ein Drittel meiner Nächte in Hotels, Zelten, Flugzeugen oder sonstiges verbracht.

Aufgegeben habe ich mein Ziel nicht, aber 2020 eine Vollbremsung hingelegt. Statt neue Länder wie Pakistan, Algerien, Sierra Leone, Guinea, Liberia im Frühjahr und im Herbst Niger, beide Kongos, Zentralafrikanische Republik zu bereisen sind es Fahrradtouren in das Nienwohlder Moor und Kanufahrten auf dem „Amazonas des Nordens“, die Wakenitz bei Lübeck, geworden.

Und was muss ich erfahren? Es ist schön vor Ort, in Schleswig Holstein, in der Nähe von Zuhause. Dafür hatte ich bislang keine Zeit, nun aber gezwungenermaßen. Und ich habe es genossen. Die Zeit wurde mir nicht lang, ich habe das Reisen nicht wirklich vermisst. Das hat nicht nur meine Freunde sondern auch mich selber am meisten gewundert. Seit 40 Jahren war ich nicht mehr so lange an einem Stück zuhause, und es gefiel und gefällt mir. Meine erste und längste Dienstreise dieses Jahr war vor einer Woche nach Braunschweig, für einen Tag Besprechungen, ohne Übernachtung. Unglaublich. Reichte. Ansonsten habe ich dieses Jahr meine Dienstreisen in die virtuelle Welt verlegt, ging gut, ersetzte zwar nicht alles, aber brachte auch zufriedenstellende Ergebnisse. Und es sparte enorm Zeit und Ressourcen. 

Statt mein permanentes Fernweh habe ich nun fast schon Nahweh, für mich ein neues und schönes Wort. Aber es ist auch klar, dass ich wieder reisen werde, alleine um mein Buch fertig zu stellen. 28 Länder fehlen noch. Ich weiss nicht, wann das Reisen in diese meist schwierigen Ländern wieder möglich sein werden, aber machen werde ich es. Aber es wird ein anderes Reisen sein. Ich sehne mich nicht mehr nach Flughäfen, Menschenmassen, Grenzstationen, nervenaufreibenden Reiseplanungen, schweißnasse Kleidung und wenig Schlaf. Aber ich freue mich auch etwas Schönes zum Abschluss zu bringen. Dafür ist die Welt zu schön und aufregend, sogar vor Ort in Schleswig-Holstein. Meine nächste Fahrt habe ich aber noch nicht geplant, ich meine ins Ausland. Aber heute am Sonntag fahre ich mit dem Fahrrad mal wieder ins Nienwohlder Moor.

Prof. Dr. Gerold Rahmann

Spiegel-Artikel gesamt
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Spiegel-Artikel gesamt
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Lübecker Nachrichten from April 2018:


2020-09-27: Spiegel
Traveler report about their experience while Corona pandemic 2020
Corona und Reisen Statt Fernweh habe ich nun fast Nahweh - DER SPIEGEL.pdf (479.53KB)
2020-09-27: Spiegel
Traveler report about their experience while Corona pandemic 2020
Corona und Reisen Statt Fernweh habe ich nun fast Nahweh - DER SPIEGEL.pdf (479.53KB)